Reiseverlauf:
1. Tag (Dienstag): Flug nach Sanaa
Individuelle Anreise nach Frankfurt. Mittags gemeinsamer Flug mit Yemenia von Frankfurt über Rom bzw. flugplanabhängig Direktflug nach Sana'a. Ankunft am Abend. Zwei Übernachtungen in
Sanaa.
2. Tag (Mittwoch): Sanaa
Vormittags erhalten Sie im Nationalmuseum einen Einblick in die wechselvolle Geschichte des Landes. Anschließend unternehmen Sie einen ausgedehnten Spaziergang durch Sanaas Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) mit ihren Märkten und Karawansereien. Hinter dem Bab al Yemen öffnet sich eine märchenhafte Welt: Zwischen reichverzierten Wohnburgen duftet es nach Weihrauch und Myrrhe. In den farbenfrohen Souks werden alle nur erdenklichen Waren angeboten. Das archaische Bild vom Orient - in der Medina scheint es noch lebendig. (F, A)
3. Tag (Donnerstag): Berge des Jemen - Manakha - Al Hajjarah - Hodeidah
Nach dem Frühstück Aufbruch in den Bergjemen. Im majestätischen Bergmassiv des Djebel Harraz (2200 m) liegt die Provinzstadt Manakha, Zentrum der Harraz-Religion. Enge Gässchen, gesäumt von wunderschönen Fassaden drei- bis vierstöckiger Wohnhäuser prägen die Altstadt. Weiter geht die Fahrt nach Al Hajjarah. Das alte Wehrdorf, dessen Gründung auf die Epoche der Sulayiden zurückgeht, ist eines der schönsten Beispiele jemenitischer Bergarchitektur. Auf gut ausgebauten Straßen erreichen Sie die Hafenstadt Hodeidah, eine der modernsten Städte des Jemens. Eine Übernachtung in Hodeidah. (F, A)
4. Tag (Freitag): Jemens Rotes Meer - Tihama - Zabid - Taizz
Nach einem Besuch des Fischmarkts von Hodeidah Weiterfahrt in Richtung Süden. Der Landstreifen am Roten Meer trägt den Namen Tihama - "heiße Erde". Treffender könnte man "Jemens kleines Afrika" nicht bezeichnen. Tatsächlich ist hier das Klima so heiß und feucht wie auf dem Nachbarkontinent gegenüber. Der afrikanische Einschlag der Menschen ist nicht zu übersehen. Afrikanisch sind auch die Dörfer, bestehend aus Hütten mit spitzen Strohdächern, angeordnet wie die Rundplatzsiedlungen von Hirtennomaden. Gegen Mittag erreichen Sie Zabid, einen der schönsten Orte der Tihama und Zentrum der schafiitischen Glaubenslehre. Im Mittelalter fungierte die Stadt als Kaderschmiede islamischer Gelehrsamkeit. Sie unternehmen einen Bummel durch die Altstadt, bevor Sie Ihre Fahrt Richtung Süden fortsetzen. Gegen Abend erreichen Sie Taizz, die ehemalige Hauptstadt des Jemen. Eine Übernachtung in Taizz. (F, A)
5. Tag (Samstag): Taizz - Jiblah - Yislah Pass - Yarim - Sana'a
Die Rasulidenherrscher gründeten
Taizz, die ehemalige Kapitale des Jemen und schenkten ihr die wunderbare Moschee Al-Ashrafiya. Zu dieser Moschee haben auch Nicht-Gläubige Zutritt - Zeichen der sprichwörtlichen Toleranz der Menschen am Fuße des Jebel Sabir. Vom Hausberg Jebel Sabir, den noch in den fünfziger Jahren kein Fremder ohne Genehmigung des Imam besteigen durfte, eröffnet sich ein einzigartiger Blick über die Stadt. Auf dem Rückweg nach Sanaa besuchen Sie das sehenswerte Berg-Städtchen Jiblah, Heimat der sagenumwobenen Königin Arwa und Musterbeispiel islamischer Städtebau-Architektur. Der Weg zurück nach Sanaa führt über den 2.600 Meter hohen Yislah-Pass und durch die fruchtbare Hochebene von Yarim. Zwei Übernachtungen in Sanaa. (F, A)
6. Tag (Sonntag): Sana'a - Wadi Dhar - Shibam - Kawkaban - Thula - Sana'a
Ihr heutiger Ausflug führt Sie noch einmal in die fantastische Kulisse der jemenitischen Berge. Zunächst erreichen Sie das Wadi Dhar nordwestlich von Sanaa. Hoch über dem Ort thront wie ein Adlerhorst auf einem steilen Felsen der Sommerpalast des Imam Yahyah. Auf einer steilen Felswand über dem für seine Moschee bekannten Ort Shibam thront Kawkaban, das hervorragend zeigt, mit welchen baumeisterlichen Wagemut die Jemeniten Dörfer an den unzugänglichsten Stellen errichteten. Jemens schönste Steinarchitektur befindet sich in Thula, einem kleinen Ort oberhalb von Siham. Alle Häuser innerhalb der vollkommen erhaltenen Stadtmauer sind aus relativ dunklem Stein errichtet. Die meisten Häuser wurden mit aufwendig gestalteten runden Oberlichtern und Schmuckfassaden verziert. Das Wahrzeichen von Thula sind die Reste einer himyaritischen Festungsanlage auf einem Felsendom, der sich am Rande von Thula erhebt. Abends Rückkehr nach Sanaa. (F, A)
7. Tag (Montag): Zentral-Jemen - auf den Spuren der Königin von Saba
Baraqish Yathill - Wadi Adana - Marib
Eine gut ausgebaute Asphaltstraße führt über zwei Passhöhen an den Rand der großen Arabischen Wüste Rub al-Hali nach Marib. Ein Abstecher führt nach Baraqish, der ersten Hauptstadt des Reiches Ma'in, welches unter dem Namen Yathill den zentralen Jemen in der ersten Blütezeit dominierte. Die Stadt mit ihrer gut erhaltenen Stadtmauer erhebt sich eindrucksvoll aus einer Ebene.
Marib, ehemals Hauptstadt des Reiches von Saba und an der Weihrauchstraße gelegen, war schon in der Antike berühmt wegen des gewaltigen Dammes im Wadi Adana. Nach dem Besuch des Staudamms besuchen Sie die archäologischen
Ausgrabungen des Tempels des Mondgottes Almaqah. Eine Übernachtung in Marib. (F, A)
8. Tag (Dienstag): Jemenitische Wüste - Shabwah - Sayun - Wadi Hadramaut
Früh morgens brechen Sie in Begleitung eines Beduinen zu Ihrer Fahrt durch die Wüste auf. Gewaltige Dünenfelder gilt es auf der eindrucksvollen Fahrt zu überwinden, bevor Sie die Ruinen von
Shabwah erreichen, das bereits Plinius der Ältere in seinen Schriften erwähnt. Shabwah war die Hauptstadt des
antiken Hadramaut, das mit dem
Reich von Saba um die Vorherrschaft in der Region wetteiferte. Ein ausgedehntes Ruinenfeld mit Tempel- und Palastresten zeugt von der Größe der Stadt. 60 Tempel sollen einst in den Himmel von Sabwa geragt haben, darunter ein Königspalast. Am Abend erreichen Sie Sayun im palmenreichen
Wadi Hadramaut, das sich schutzsuchend an die Kalksteinwände des Wadi Hadramaut anlehnt. Zwei Übernachtungen in Sayun. (F, A)
9. Tag (Mittwoch): Sayun - Tarim - Shibam (UNESCO Weltkulturerbe)
Nach dem Frühstück besuchen Sie den Sultanspalast von Sayun, einen strahlend weißen Lehmbau, seit Beginn des 20. Jahrhundert Sitz der Kathiri-Sultane, die im 15. Jahrhundert von Sanaa in den Hadramaut gekommen waren. Das Palast-Museum dokumentiert vor allem die jüngere Geschichte des Hadramaut. Die Stadt Tarim gilt seit Jahrhunderten als Zentrum islamischer Gelehrsamkeit. Jahrhundertelang zog es die Bewohner des Hadramaut nach Südostasien, um dort ihre Geschäfte zu betreiben. Viele der reichen Handelsdynastien haben ihren Hauptsitz in einem der zahlreichen Paläste von Tarim, deren Bauweise eine bunte Mischung verschiedenster Stilelemente zeigt. Zum Abschluss des Tages besuchen Sie
Shibam (UNESCO-Weltkultuerbe). Shibam steht auf einem Sockel mitten im Flussbett, deshalb darf die Stadt nur in die Höhe wachsen - so entstanden die kühnen Lehm-Wolkenkratzer mitten in der Wüste. Durch ein imposantes Tor betritt man die "Stadt der Turmhäuser". Ihr Rundgang führt vorbei an den reich verzierten, bis zu 300 Jahre alten Lehmhäusern, die von einer schützenden Stadtmauer umgeben sind. Am Abend Rückkehr nach Sayun. (F, A)
10. Tag (Donnerstag): Wadi Doan - Tal des Hadramaut - Mukalla
Am nördlichen Eingang des Wadi Doan künden die spärlichen Überreste der antiken Siedlung Raybun von der antiken Besiedlung dieses Seitentals des großen Wadi Hadramaut. Im Jemen selbst ist das Wadi Doan vor allem berühmt für den ausgezeichneten Honig, den seine Wanderimker produzieren. Durch das malerische Wadi mit seinen zahlreichen Dörfern inmitten üppiger Dattelpalmenhaine führt der Weg hoch in die schroffe Hochebene des Djols. Bei der Auffahrt in die Hochebene bieten sich spektakuläre Blicke ins Wadi hinunter. Jenseits dieses Gebirgszuges liegt Mukalla direkt am Indischen Ozean. Seit vorislamischer Zeit ist Mukalla zwischen
Aden und dem Oman der wichtigste Hafen für den Warenverkehr in den Hadramaut. Eine Übernachtung in Mukalla. (F, A)
11. Tag (Freitag): Mukalla - Sana'a
Nach dem Frühstück Flug mit Yemenia nach Sanaa. Transfer ins Hotel, wo ein Tageszimmer bis zum Abflug zur Verfügung steht. Der Rest des Tages steht für eigene Unternehmungen zur freien Verfügung. Bei einem letzten gemeinsamen Abendessen nehmen Sie Abschied vom Jemen. Am späten Abend erfolgt der Transfer zum Flughafen. (F, A)
12. Tag (Samstag): Rückflug nach Deutschland
Nach Mitternacht Rückflug mit Yemenia über Rom bzw. flugplanabhängig Direktflug nach Frankfurt. Ankunft am Morgen und individuelle Heimreise.
- Flug-, Hotel- und
Programm-Änderungen aus organisatorischen Gründen
oder zur inhaltlichen Bereicherung vorbehalten -
F=Frühstück, A=Abendessen
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Ihre Hotels während der Rundreise (Änderungen vorbehalten):
Sanaa: Hotel Sheraton (5 Sterne Landeskategorie) 2 Übernachtungen
Hodeidah: Hotel Taj Aswan (3 Sterne Landeskategorie) 1 Übernachtung
Taizz: Hotel Sofitel (5 Sterne Landeskategorie)1 Übernachtung
Sanaa: Hotel Sheraton (5 Sterne Landeskategorie) 2 Übernachtungen
Marib: Hotel Bilquis (3 Sterne Landeskategorie)1 Übernachtung
Bild
Sayun: Hotel Al Howta Palace u.a. (3 Sterne Landeskategorie) 2 Übernachtungen
Mukalla: Hotel Holiday Inn (4 Sterne Landeskategorie) 1 Übernachtung
Sanaa: Hotel Sheraton (5 Sterne Landeskategorie) 1 Übernachtung
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